Harald Birgfeld
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Herausgeber, Autor, Redakteur: Harald Birgfeld, über e-mail:
ISBN 3-937264-46-9
Inhaltsverzeichnis
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Die Beobachtung eines Problems |
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Wenn du vor deine
Völker tratst, War Stille rings
umher. Meist überkam
dich Nachts die Lust, der
Monarchie, die Königin zu
präsentieren, Musstest der Tortur, die um dich war, und vor dir
selbst Besinnung zeigen. Du schufst
Realitäten. |
Deine Angst vor
ungewollten Kompromissen Ließ dich
Herrscherin in deiner Kammer sein. Die Völker lagen
stapelweise in den Fächern. Du hattest
schnell erkannt, selbst Frieden, den du
suchtest, war ein pausenloser Kampf ums
Überleben. |
Von einem alten Richtschwert, das
in dem verschlossnen Glasschrank stand
und blank die Sonnenstrahlen
reflektierte, Wusste man, dass
es als Gastgeschenk,
dereinst auf unsrem Weg zu andren
Welten, Friedenszeichen
werden sollte. |
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Du warst mein
Philosoph, Der ritt auf Wellenlängen,
der schritt in Akustik durch die
Leere, Der erklärte mir
das Nichts in meinen
leeren Händen. "Nichts,"
so sagtest du "ist das Erkennen einer
Leere." |
"Nichts,"
so sagtest du, "ist auch die Reise des
Planeten Durch den
absoluten Raum." "Nichts,"
so sagtest du, "ist nur die Frage nach dem
nächsten Schritt." Du wolltest mir
ein Beispiel Geben und
verschwandst auf ultrakurzen Wellen. |
Ich rief dir nach
und schrie: "Hast du die
Lichtsignale nicht bedacht, wie sie mir täglich Tausendfach die
nächsten Schritte hemmen, Die Gespräche,
die ich mit dir führte und den Abschied immerzu
von mir Und meine
infraroten Schreie? War es das, was
du in meinen Händen
sahst?" |
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Du hattest recht, Als du den andren
sagtest: "Der dort
drüben müsst es wissen, Der dort drüben
kam aus dem Beschleuniger, Ihn müsst ihr
fragen." Man kam zu mir
und ich Gestand, gesehn zu haben, Wie das Kind, das
ihr vermisstet, Mit den negativen
Elektronen spielte, Und auch, wie das Weinen eines
Positrons das Kind so rührte Dass es ihm das
Elektron zum Spielen gab. |
Das war allzu gut
bekannt. Man konnte kurz
darauf in einer Tageszeitung
lesen, dass die Eltern ebenfalls
mit Positronen voller
Absicht Kollidierten und
ihr Kind im Feld der
antimateriellen Strahlung wieder
fanden. |
Sie blieben
voller Glück im andren
Land Und achteten
darauf, dass das, was wir als Positiv
empfanden, schnell in ihrem Licht und
umgekehrt zu sehen war. |
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Von dir, Der du in unsrer
Nähe lebtest, Waren wir
gewohnt, dich mit gesenktem Blick zu sehen. Dir, so sagtest
du, Wär jede
Perspektive recht Und auch dabei
die eigne Achtung Zu verletzen. Deine Perspektive
wolltest du auf zwei, Und später dann
zur Übung nur auf eine Dimension
verringern. Wie das enden
würde, Könnten wir wohl,
eben wegen ausgelassener Dimensionen,
nicht mehr sehen, Was wir aber
fänden, wäre wichtig. Wir, so batst du, Sollten dir, so
gut es ging, berichten. |
Tatsächlich
fanden wir dich schon Nach kurzer Zeit In zweiter
Dimension. Du warst ein
schmales Laufband dessen eine Seite Du belebtest. Worte allerdings
von dir behielten beide Enden, Auf der ganzen
Länge Einmal nur gewendelt, in den Händen. So, versprachen
deine Worte, Könntest du
trotzdem noch Räumlich leben
ohne selbst im Raum zu sein. Wir riefen dich
und trugen dir dein Überleben vor und
wussten doch nicht mehr, dich Zu erreichen und
entdeckten nicht den Aufenthalt. |
Dann ließ dein Wort den schmalen
Streifen los, Und was uns
blieb, war nur das Wörtliche. Wir konnten deine
Wörtlichkeit begreifen, Aber du und deine
Lebensfläche Schmolzen
unsichtbar zu einer Dimension Und waren frei
von jeder Perspektive. Oft strebte man
auf ganz verschiedenen Gebieten die
Abstraktheit an, um Klarheit zu
erlangen, und man endete in jeder Suche immer
wieder ungewollt vor absolutem Nullpunkt
tiefster Temp'raturen. |
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Zwischen der Begrüßung und dem Abschiednehmen lag nur dein Entsetzen über
die Begegnung. Dein Weg trieb
dich direkt in Kollision dem
Unglück in die Arme. |
Du erinnertest
den Tod der Astronauten, die
am Anfang ihres Starts ins All, In reinem
Sauerstoff Verbrannten. |
Dann zerschoss
ein ultravioletter Strahl, der Für die Zündung
vorgesehen war, Zugleich das
Schloss der Kettenreaktion die dich Betraf. |
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Viel zu spät
bemerkte ich, dass deine Kammer, ohne
jedes Fenster war. Was ich statt
dessen sah, und was mir licht Und dreidimensional
doch Ausblick gab, War Hologramm,
die wunderbare Art, den Sonnenschein in
flüssiges Acryl zu gießen
und noch spät des Nachts, Des Winters,
jederzeit und immerzu die ausgehärteten, die Unzertrennbaren,
die nicht zerstörbaren Erinnerungen neu
zu genießen. |
Als du dich mir
so fröhlich zeigtest, Nahm ich deinen
Sinn Für wahr und gab
auch nicht mehr Acht auf deine Raumverkleidung. Erst als ich
merkte, wie die Steifheit meine
Glieder überkam, und deine Augen mir den
Sonnenschein, den ich vorhin In deinem Fenster
sah, vorspiegelten, Begriff ich, dass
ich selbst schon Inhalt deiner
nächsten |
Ganz fein
geschliffen trug mein Hologramm bald
jedes Kind an seinem
Arm. Ungewollt
verbrachte ich so, hunderttausendfach Durch dich
geteilt, mein völlig Unbewegtes und
von allen Seiten
dreidimensional geprägtes Leben. |
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Du fragtest mich
nach meiner Meinung und nach Kybernetik und
nach einer Linie, die du
nicht zu ziehen wagtest. |
Und ich sagte
dir, dass einst ein König arm war, da
er viel zu lange nur das Reich umhegte, und sein Sohn, ganz anders, pflegte Armut, da er das,
was ihm der Vater hinterließ,
das Volk, Weit über alles
liebte. |
Später erst, als
auf verlorenem Gut, Der Enkel mit
vergangenem Reich Die Armut in der
Linie zog, Erübrigte sich
auch die Frage, Und er wurd Gelehrter in der Wissenschaft der |
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Die Kette
leuchtender Dioden Zeigte uns im
Wechselspiel den Weg durch
Elektronik. Gleich nach dem
Codieren der Personen galten
wir als integriert. Führung war uns
unsichtbar der Schwarm von
Elektronen in der Leiterbahn. |
Hier waren wir zu
Gast, Und hier, so fiel
uns auf, war Welt allein, Hier spürten wir
das Unbeteiligtsein am Werke, Hier entstand und
war im Rohbau teils
schon fertig, eine absolute Unabhängigkeit. Mich überkam
Begeisterung Für diese Kälte, Und ich wollte
bleiben. |
Die
Verwaltungsprozedur, der ich mich Wochenlang
geduldig unterwarf, Beschied zum
Schluss, mir eine Antwort Vorausgesetzt,
ich wär bereit, Allein schon
wegen der Beständigkeit, mich in ein Elektronenpaar zu
teilen, Dürft ich reisen.
Als ein einzelnes
Ion geriete man zu leicht in Polarisation mit
andren Elektronen. |
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An fremder Küste
standst du lange und hieltst Ausschau. Vor dir lag das
Auf und Ab im Stöhnen grün
bewegter Decke. In den vielen
Felsen um dich her, Auf heißem
Strand, Dem deine Füße nicht
entweichen konnten, Tummelte sich
eigenartiges Getier. |
Als wenn es dich
nicht gäbe, Räkelte sich
Fremdheit in dem Sand. Sie wendete in
Übermut Den Leib, den
Schuppen hüllten. Als eine Windbö
in die Wellen fiel Und Kronen
schaumig in den Sprangst du ohne
Frage In den Kreisel, Ließt dich steil im
Drehen in die höchsten Höhen tragen. |
Schwindel, der
dich kurz erfasste, Ließ dich wieder
sein und nun Erkanntest du
auch unter dir das schuppig Schuppentier und
alles, Was dich schreckte
und die Füße, die in
Fremdheit steckten. Du erkanntest
eine holographisch aufgebaute Welt, warst
selbst polarisiertes Licht, Mit deinem
Laserstrahl der Regisseur, der
Wanderung An fremder Küste
inszenierte. |
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Meine Taschen
waren leer. Leer war auch
mein Zimmer In dem Haus. Tisch und Bett
und Stühle Hattest du schon
längst Entfernt. |
Ihr Stehen in dem
Raum trotzdem, Sie nah und
rundherum in Wirklichkeit zu sehn, War das Gelingen
deiner Wissenschaft, War Hologramm. Diese Technik,
echte Gegenstände Mir in Wahrheit
wahr und doch als Bild zu zeigen, Zum Beleben einzuladen
und zugleich mir Mein Ableben
aufzuladen, Traf mich schwer. |
Erst, als ich es
verstand, Im Hologramm mich
strahlenhaft und dreidimensional Auch wohnlich
einzurichten, Fiel dir auf, Wie eng wir in
der Schmiede, glühend
in dem Feuer, Form in Form, Untrennbar
aufeinander stießen. |
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Du irrtest nicht, Als du in
Fremdheit dir bekannte Namen riefst. Du irrtest nicht, Du wusstest
Fremdheit War in dir. |
Du warst uns
Bahnsteig, Uhr, Geständnis, Doch die
Fremdheit War in dir. Rückwärts liefen
deine Zeiger, Stellten Tags die
Nacht und Nachts erwachten
deine unsichtbaren Freunde, Gäste,
denen du, der Wirt, Ein Fremder
warst. |
Die Sonne, die
dem Tag die Nacht verlieh und
Nacht den Tag verhieß, Bekannte auf
Befragen, Dass sie selbst
noch nie den Tag in Nacht verbracht. |
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Neu geborne Nacht Ich sagte es
schon einmal: Auf Befragen hat
die Sonne
eingestanden, nie den Tag in Nacht Verbracht zu
haben. |
Sie, die in
verdammter Hurerei sich
jedem jungen Tag Hingab und dann,
im Schoß bereits den Leib der
Dunkelheit verspürte, Und ein wenig
später noch den ersten Schrei der neu gebornen Nacht erlebte, Wandte sich mit
Grauen ab. |
Ein Ärzteteam, Das schrecklich
lang dem Körper Lebenswichtiges
Organ Verpflanzte, gab
bekannt, es habe In dem Leben des
Patienten Nie soviel des Lebensglücks Gegeben. Man müsste nur
noch auf die Reaktionen
warten. |
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Deinen Flug begleitete
in Tiefe Schwarz dein
Schatten, Schoss durch
flaches Wasser Über Grund und
über Stein und stürzend ins Geröll. Dein
Flugbegleiter Lebte dir in
Trennung, Bis du selbst,
als stolzer Reiter, Auf dem Felsen in
ihm Landung nahmst. |
Nur so, begriffst
du, konnte er Dir nicht
entkommen, Früher, als du
noch in großen Scharen deine Reisen machtest, Kam es oft zum
Streit, Weil viele
Schatten, deckungsgleich, Den Herrn
verloren hatten Und sich
hemmungslos dem nächsten übergaben. |
Ein Satellit, Der weit im All
die Anweisung erhielt, Sich zu
zerstören, Trennte erst in
Sorgfalt Die Befehlsorgane
ab, Um nach dem
Selbsttod Weiterhin in
eigener Regie Zu operieren. |
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Das blaue Meer
der vielen kleinen Blumen, Barg viel
tausendfach die weißen Kelche,
Tagessterne, Strahlen, Augen, Meerschaumwolken. |
Blumenkissen, so
wie diese, konnten Ohne Schuhe
bleiben, Tatenlos im
Anblick Jede Reise
machen, Waren selbst sich
Ausflug. |
Kristalle, die Im Studium sich
leblos gaben, öffneten im Dünnschliff unter Laserstrahlen
einen Teil der Neuen Welt. Dreidimensional bespeichert würden sie in Zukunft ganze
Welten In sich tragen
und ein Eigenleben wagen. |
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Deine
Dienerschaft bestand aus Leiterplatten,
waren integrierte Kreise, deren
Nadelstich In deinem Herzen
saß. Du warst ganz in
ihrer Hand Und der Erfinder
ihres Lebens, Wusstest, deine
Zeit Wär lange schon
vorbei und durftest doch, als Reisender in
unsrer Zeit, ein Fremdling zwar, In Zukunft weiter
reisen. |
Wir vergaßen die
Verlängerung, Dein neues Leben, Hörten auch nicht
deinen Schrei, Als du in Sorgen
warst, Den Anschluss zu verpassen, Auch nicht deine
neue Sprache, die uns ja die Übersetzung
deiner implantierten Mikroprozessoren
war. |
Das Kristall, das
schon nach kurzer Zeit der
Fütterung Wohl an die
tausend Sprachen sprach, Blieb trotzdem
unverständlich, Weil man es noch
nicht verstand, Sie in die
Gegenwart zu Übersetzen. |
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Ich dachte mir,
ein Sandkorn Wäre rund und gab
ihm Tag und Nacht. Doch fiel mir
auf, schon kurze Zeit danach, Dass es in einem
Sandbett lag Und nur zur Hälfte zu bescheinen
war. |
Um hier
Gerechtigkeit zu üben, nahm ich es in Meine Hand und Überall und
immerzu, im Drehen, Mit auf Reisen. In der Elektronik
Löste sich auf
andre Weise dies Problem. |
Ein Rechner Schmolz den
Sandberg ein und schnitt den Quarz in
Superfeine Scheiben, die in Kleinsten
Sonnenzellen eines Satelliten
Mikroprozessor gesteuert, nur im Tageslicht
verweilten. |
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Du, du Namenlose Du, du Namenlose, Warst
mir weißer Kieselstein im Sand, Warst
mir ein Tropfen an dem Rand
des Bechers, Warst
mir schneller Flug der Abendschwalbe. Du,
du Namenlose warst ein Teil
von mir, Und
doch konnt ich die Maße,
die du gabst, Nicht
messen. |
Mein
Berühren deines Kieselsteines Stieß
dich hügelab; Aus
Sand ein Trichter wurde Grab. Mein
Mund stieß an den Becherrand,
Und
nichts konnt mehr dein Stürzen Hindern,
dein Versinken in dem Ganzen. |
Und
die Abendschwalbe, Sagte
man, begehe Hochzeit in der Luft, In
eng geschmiegtem Jagen
um die Häuserzeilen. In
dem Elektronenraster Bildete
sich schnell ein rollendes Kristall,
das über einen Rand im Ganzen Sich
versenkte und zugleich zerbrach In
stürzend schnelle Scheiben. |
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Stumpf war meine Haut vom Salz des
Schweißes. Ich wusste auch,
es waren jene Tropfen, die in
Angst um Angst euch auf den Stirnen standen
und aus Achseln Brachen. Schwestern,
Helferinnen, Brüder, Gleichgesinnte Standen Paten. |
Ihr, die
Unsichtbaren Wart es, die
weltweit mit hohem Salzgehalt den
feuchten Stoff Vertrieben. Ihr schlepptet
ihn auf unbeschriebnen weißen Pappplakaten vor
euch her und scheutet nicht, euch selbst zu Dienenden zu
machen. Eure Handvoll
Leben Warft ihr
ungeachtet eines Überlebens Einem Leben nur
zum Überleben Vor die Füße. |
Ungeahnt und
weltenweit betrieb ein nuklearer Antrieb, der als
Vagabund und Zwischen den entfernten
Sternen kreiste, Rätselraten, Ob er wohl als
Bote lang gesuchter Fremder oder doch
als tödliche Gefahr,
wohlmöglich aus dem eignen |
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Nahm ich den
größten Raum für mich, Und stand ich eng
vor dir, Verleugnete ich
meine Gegenwart am
meisten. Du sprachst mich
an, und ich Gestand, ein Teil
der weißen Wand, gleich
hinter mir, zu sein. |
Du konntest nicht
begreifen, was ich meinte, Auch die andren,
die mich sahn, Erstaunten. Mich in weißer
Wand zu sehn, um dort in Existenz zu überleben,
und wodurch, Berührte euch. Ich leerte meinen
Raum nun ganz Und wurde weit
entfernt zum Teil der weißen
Wand. |
Als ich
verschwand, bemerkte ich im Rückwärtsschaun,
wie euch die Stummheit in
Geschlossenheit Verband. Die Existenz der Botschaft,
die den freien Raum durchquerte,
Wurde ohne eine
Reflexionsstation zur Frage überhaupt. |
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In deinem langen
Haar, Das sanft in
roten, nein, eichhörnchenroten Wellen deine Schultern
überlief, stand Pferdefuhrwerk in
der Armut. Ähnlich zeigte
sich im engen Blätterdach auch
die Kastanie, Halb im Fallen in
geplatzter Schale. |
Leer fand ich den
Kutschbock und die Zügel überlang. Sie lief an
deinem Halse hügelan und
in den Mund. Deine Lippen und
die Zunge brauchten
kein Geschirr. |
Nein, als ich die
Fahrt begann, warn sie es, Die mich spielend
dirigierten. Das Lichtquant
war im Dualismus seiner
doppelten Natur zu gleicher
Zeit Und auch zugleich
die Welle und das Teilchen |
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Du findest keine Ruhe, Nacht. Bist immerzu noch
wach. Du lässt das
Katzentier Sich bucklig um
die Häuserecke schieben. Schwarz und
immerwährend Bote, Tanzt es schnell
vorbei auf spitzen Pfoten. Erschrocken zählt
ein blondes Ding Bis drei, dann
ist die Angst vorbei. |
Es stampft noch hinten
nach den Fuß aufs
Pflaster, Und zum flach
geworfenem Stein, Der federnd heiße
Wellenkämme überspringt, wird die Begegnung rasend
auf dem Straßenraster bis
in äußerste Entfernung. Dich, du blondes
Ding, Nimmt Flutlicht
in der absoluten Menschenleere in
die Arme. Wie versehentlich
siehst du dem Katzentier noch
nach. |
Die Lebensdauer
der Mesonen, Kleinste
Teilchen, die uns von der Sonne zu
Millionen jederzeit erreichen, Währte nur den
Bruchteil Einer Zeit. Sie konnten ihre
eigne Lebenszeit Jedoch
vervielfacht überdauern, Brauchten sie
doch nur der rechnerischen Nachkontrolle
unsrer Automaten aufzulauern. Hier fand jedes
der Mesonen Ohne jegliche
Bezugspersonen Absolut und
unvergänglich Sich in seiner
Zeit allein. |
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Langsam drehte
sich das Windrad in dem
Garten. Lange stand es
schon vor deiner Tür und kleine
Schaufeln, Jede an dem Ende
dünnen Drahtes, füllte Die bewegte Luft. Ein Vogeltier
versuchte in der Langsamkeit
darauf zu landen, Doch es gab dann
auf. Es glich die
Unwucht der Bewegung Sich nach seinem
Abflug Wieder aus. |
Auch einem
Fliegentier Gelang es nicht
hier Halt Zu finden. Erst als die
Abendsonne einen goldnen Reif um
unentwegtes Laufen Schloss,
erlaubtest du das Angebotne zu gebrauchen. |
Ich machte mir
sofort die Halterung zur Steuerung und
hatte nun Gelegenheit Mit meinem
Schaufelrad Einzuladen. Mit Hilfe einer
neuen Technik Sollte es schon
möglich sein, die Negativen Sichtbarkeiten, so zum Beispiel Infrarote
Lebenszeichen, als sehr schöne Kartengrüße zu
verbreiten. |
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Am Tag ging oft
die ruhelose Nacht in mir Spazieren, Trieb vorbei an
meinen Tagesgärten, die ein jeder Scharf vom
Hundetier der Kümmernis Bewacht, die
Pforten trotzdem offen stellten und zum Schlafen luden. Du wusstest auch,
dass meine Wächter Zwar die Nacht im
Tag ertrugen, Aber wehe! Sollte es dem Tag
nach Dunkelheit Verlangen, rissen
sie sich gnadenlos von ihren Ketten und
Behüteten den Ausgang Fürchterlich. |
Viel später, als die
Tiere in der Fütterung Sich lenken
ließen, brach mir doch die Helligkeit,
vorbei am unbewachten Durchgang, In die Nacht. Ich konnte mich
nicht wehren Und gab nach. |
Die Raumstation,
die in der Lenkung aus der
Ferne in den toten Winkel eines Sternes
tauchte, Hörte auf das
Echo Von der falschen
Seite Und zerbrach im
programmierten Absturz. Im Verglühen sandte sie, den richtigen Empfang zu haben. |
|
Aus deiner Haut
spross Blätterkleid, Und der Verdacht
war falsch, darunter Dich zu finden. Jedes dieser
Blätter war aus Gold. Unzählig viele
Spangen Drangen tief ins
Fleisch, Sie fest auf
deinem Leib zu halten. |
Du wurzeltest in
fremdem Land, Und deine Heimat
wusstest du nicht anders zu Gestalten. "Hier,"
so sagtest du, "Leb ich auf jedem Blatt von meinem
Leib getrennt, und Aus mir." |
Bei dem
Zusammentreffen zweier Elektronen, Negativ und
positiv geladen, Zeichneten sich
im Verschwinden Die entstandenen
materiellen Teilchen als Zerstrahlung ab Und bildeten in
andrem Raum, in dem sie
wieder aufeinander trafen, Die Materie neu. |
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Du sandtest die Beherrscher aus, Die Völker
aufzusuchen. Du sagtest ihnen, Steine seien zu
erreichen und nicht Schaum des
Meeres. Die Antwort der Beherrscher war: "Wir sind
schon selber Stein, Und Schaum des
Meeres gibt es nicht und Völker, die du
meinst, sind wir ja sowieso." |
Du sahst den
Unverstand Und auch, dass
ihre Zeit zerrann nur im Vergleichen. Und wolltest ihre
Antwort prüfen. Lange währte
deine Reise, du Fandst keine
Völker, keinen Stein und keinen
Schaum des Meeres, Nichts
dergleichen. |
Die Zeit zerfloss
auf deiner Suche irgendetwas
zu erreichen. Es breitete sich
die Erkenntnis aus, Dass auch das
Leben der Protonen Nicht unendlich
sei. |
|
Man warf dir vor, Du suchtest die
Begegnung mit den Welten Andrer Welten, um
uns zu entgehen. Deine stete
Rückkehr, gabst du zu, war Suche nach
Verzehr, Den man dir andrenortes nicht Gewährte. An deinen
wechselhaften Reisen Nahmen nur die
kalten Fische und die Vögel schwärmeweise teil. |
Sie bargen sich,
wie du, in Unberührbarkeit. Du jedoch, so
hörte ich dich sagen, Musstest oft im
fremden Land verweilen. Deine
Knechtschaft dort hätt nur die Fische und die
Vögel sich zu Zeugen. Die Berichte, die
du brachtest, wären Pfand zum
Tauschen gegen Nahrung. |
Es beklagte einer
der Berichte Die verlorn gegangne Bindung Über die
Entfernung eines aufgeteilten und getrennten Kerns und
andererseits auch wieder den Verlust an Masse
beim Verschmelzen und der Sinnlos
abgestrahlten, uns entgangnen Wärme. |
|
Aus deiner
Märchenstunde drang, was dir und Kindermundes
Wahrheit brachte. Du warntest uns
vor einer Schlange, Deren Herz sei
die Behausung eines Drachens. Sie lebte ohne
Schuld Und musste die Besatzung
speisen. |
Jener Drachen
aber suchte und verzehrte sich in Liebe zu dem
Heim, dem Herzen Seiner Schlange. Die Qual der
Schlange und des Drachens war ganz
offenbar. Ähnlich war auch
die Begegnung Zweier Satelliten
tief im All. |
Trotz ihrer
Zukunft und trotz der Vergangenheit,
die beide, ihnen programmiert, für alle Zeiten kannten, Konnten sie nun
nicht mehr sagen, Wer von beiden
aus der Zukunft Kam und wer wohl
die Vergangenheit
bereise. |
|
In deinem
Herbststrauß Fand ich gleich
die mir bekannten Beeren wieder. Rote trugen ihre
schwarzen Diademe Auf dem Kopf wie
eh und je. |
Die gelben
standen, ähnlich leuchtend, mit den Füßen noch im engen
Buschwerk, Und die braunen
sah ich herrlich in Gelassenheit auf
trocknen Blättern Ruhn und zwischen
allen mühten, eingestreut, Die weißen sich,
das Bild neu zu beleben. Du aber warst
bedacht ein Feuer zu entfachen, Als du uns die völlig
unbekannten Stockig blauen Triebe
und die Schmerzlich
blauen Früchte zelebriertest. |
In dem Strauß
entzündeten sie wechselnd blaues Leuchten, rotes,
gelbes, braunes und vertauschten, Was wir liebten,
hemmungslos in neuen Farben. In unsrer Zeit bemüht
sich selbst ein Herbststrauß,
Frucht mit Eingebetteten
Dioden zur Verdeutlichung beginnender Vergänglichkeit
zu treiben. |
|
Die Beobachtung
eines Problems Die verbotene
Bewegung Gelber Punkte auf
die vielen Reihen Blauer Punkte zu,
war uns bekannt. Hier, in der Mischung
gab es kein Gesetz von
scharfer Trennung mehr. |
Gelb im Blau und
umgekehrt ergab sofort, Was nicht mehr
rückgängig zu Machen war. Trotzdem, es nahm
der Strom der Kommenden kein
Ende und nur Abendliches Rot
verlieh dem grünen Treiben eine violette
akzeptierte Wende. |
Man hatte aus
Beobachtung gelernt, Dass jeder Punkt
im Weltall Sich von jedem
anderen entfernt, Und hoffte so auf
eine Ganz natürliche
und angenehme Regelung dieses
Problems. |
|
Als Zeichen
deiner Gastlichkeit Bandst du uns an
den Stuhl und Fesseltest die
Arme und die Beine. Uns, so sagtest
du, dürft niemand Nahe kommen
können, Und auch wir, so
glaubtest du, Erlaubten dir die
Freiheit uns in Gegenseitigkeit
ein wenig einzuengen. Deine Helfer
taten unsren Widerstand Als ganz
natürlich und als kreative Reaktion Und auch als
Anerkennung deiner Mühe ab. |
Bei dir, so
sagtest du, wär jeder Gast ein Gast Und dürfte alles
sagen, alles fragen, alles wagen, Und sein Schutz
wär deine Sorge. Du sagtest auch,
nach langem Zögern Und nachdem wir
dir bekannten, Schon seit vielen
Jahren dich Verkannt zu
haben, dass du gern das Du würdest auch
trotz deiner Möglichkeiten
nicht, wie wir es in Gedanken jetzt
wohl heimlich täten, zu den Waffen greifen. |
Bevor du uns
verließt und deine Helfer Tür und Fenster
außerhalb versperrten, Sagtest du, die
Fesseln wären ein Naturprodukt und
würden mit der Zeit wie Staub
zerfallen. Das tätest du für
uns, um Schande Von uns
fernzuhalten. Es wurde in der
Wissenschaft zu einer Frage, ob es die
Gerade wohl in Wahrheit Geben konnte. |
|
Als ich mit
meinen Worten starke Löwen jagen
wollte, lachtet ihr. Mir reichte meine
Wahrheit Und ich traute
ihr. Meine Worte saht
ihr als ich in der Wüste stand. |
Aus meiner Hand
wuchs Feuerdorn, Und scharenweise
liefen mir die Bestien, Die ich treiben
konnte, In die hohen
Berge Und davon. Später sagte man
von mir, Wie konnte er
sein Wort beweisen. Starke Löwen
Leben doch seit Ewigkeiten in den
hohen Bergen. |
Es ist wahr, ein Laserstrahl
vermag die Unsichtbaren
Türen aufzuspüren und daran Zu klopfen. |
|
Es ist schwer,
das Eichhörnchen zu fangen Und unmöglich gar
die Maus im Mund zu halten. Ein Traum, der
lange schon zu träumen war, Nahm jetzt
Gestalt an. Ja, ich sah die
Maus im Traum Aus meinem Munde laufen. |
Du, die mir des
Nachts den Hals umschlang, Warst meine
Zeugin. Später sagtest
du, der Schlaf hätt dich In deinen Armen
und in sanfter Roheit, Liebevoll und mit
Gewalt genommen. Auch wärst du
nicht mehr so, Wie früher. |
Es gab genügend Weltraumstrahlung,
die im Welle-Teilchen
Dualismus lebte, und die Stille
Vergewaltigung durch Wissenschaft Als unumgehbar für die weitere Zerstrahlung
nahm. Als seltne Zeugen für die unsichtbaren Welten kam die
Strahlung jedoch nicht zum Tragen. |
|
Die Schienen
meiner Worte, Mund und Hände, Endeten bei dir. Und konntest doch
nicht Bahnhof Werden. Oft lagen auf dem
Strang der Gleise Festgefahrne Wagen. |
Unkontrolliert
verstellte manchmal die Betonung ihre
Weichen. Meine Fahrt ins
Leere, wurde Mir zur
hinderlichen Reise. Auf Bewirtung
konnte ich nicht rechnen. Zwischen
Satelliten wurde schon erwogen, Ob sich
Kommunikation noch lohnt. |
Das programmierte
Eigenleben schloss als Teil der Existenz
Die andren nicht
mit ein. Auch eine
Orientierung im Verbund, Fand in den
Raumstationen selber statt. |
|
Ein Baumstumpf,
der aus einer Wiese ragte, Schälte seine
Stille ab, Und es gab
nichts, das Argwohn Hinterlassen
hätte. Erst als ich in
Neugier näher kam, Fand ich die eng
umzäunten Gärten Auf dem Stamm. Ich sah auf eine
unerhörte Nähe seiner Rinde, die im
Gras vermoderte. Haut auf Haut
verlor ich meinen Mantel. |
Ein schneller
Schwarm von Fischen Schreckte meine Hand,
die Kühlung In dem Wasser
suchte. "Den Mantel,
der verloren ging," erklärte mir ein Fremder, "Trägt schon
längst ein anderer." Die Wiese um mich
her war still, auch hätte mir die Rinde, die im
Gras vermoderte, Wohl gut
gestanden, Doch es ließ der
Argwohn dieses Fremden |
Später, als ich
ganz in Unberührbarkeit der schnellen Fische leben
musste, um zu überleben, Hörte ich von
einem Lügner reden. Er, so sagte man,
verbreitete, dass Haut, die oft
verloren ging, Durch Fischhaut
zu ersetzen sei. Ein Rechner
wartete im absoluten Raum auf die
Begegnung Mit der Zeit. Nur so erklärte
sich, Dass er nicht
aufzufinden war. |
|
In einer Ebene
lag deine Herrschaft. Trockenheit und
Völkerlosigkeit ließ deine Teufel Ausschau Halten. In deinen Händen
hieltst du noch den Rest von Frieden,
|
Die Teufel, die
sich wie zum Grasen Täglich um die
Futterkrippe scharten, Wurden
ungeduldig: "Andre, die
den Frieden haben, leben satt in Teufelei,"
so riefen sie Dann brachten
deine Späher Neuigkeit. In einem
Nachbartal sei Friedenswuchs
entstanden und es Sei genug für
alle da. |
Das Tal sei
völlig unbewohnt und niemand und Kein einziger,
der dort gestalte, Anzutreffen. Fern im Rand der
Sternenstraße Mühte man sich
ab, den unbewohnten Nachbarstern Heimatlich sich
zu gestalten. |
|
Oft sah ich deine
Häuser In den andren
Häusern stehn. Oft sah ich dich Und sah dich doch
von dir entfernt ganz andre Wege gehn. Als ich dich
traf, erfuhr ich gleich, Dass du nicht
hier bei mir stündst sondern Dass du drüben
wärst, Und hier, ich
möge dir verzeihen, Befände sich ein
Rest von dir, den du Noch einzubringen
hättest. |
Du wolltest mir
ein Beispiel geben,
weil ich nicht verstand. Ich, so sagtest
du, weil ich dich so gut kannte, Sollte zu dir
gehen, und du wurdest Zu der gleichen
Zeit zum Haus und Du verschwandst. Wir suchten deine
Häuser in den andren Häusern Aufzulösen und
befragten die Vergangenheit
nach deiner Gegenwart Und waren überall
und auch zugleich in allen Zeiten. |
Die Sichtbarmachung des Ionenpaares war uns nur im Bruchteil von Sekunden
möglich. Trotzdem wusste
alle Welt, dass vor dem Treffen in der
Nebelkammer Und danach, sich
an dem Wert der Strahlen Nichts verändert
hatte. |
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Meine Haut Unter Tränen sammle ich Die letzten Fetzen meiner Haut, Was ich in Händen halte, Soll mir Rettung sein. Vielleicht entsteht daraus ein Schirm, der mir die bloßen Stellen meines Leibes zu verdecken hilft, Vielleicht näh ich mir auch ein Leinentuch Daraus. |
Nur eines ist gewiss, Den Fressfeind, den die Lust auf meinen Körper überkommt, den stoßen jetzt die nackten Blößen ab. Neuerdings, so hörte ich, Umgeben sich die Raumstationen mit polarisierten Schwerkraftfeldern. |
Leider musste für den Funkverkehr, Schon fürs Verlassen der Stationen, Pausenlos der Schutzwall Unterbrochen werden. |
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Als wir die Last,
die du uns aufgebürdet hattest, Als wir dich von
unsren Schultern Gleiten ließen
und dein Fallen durch den Staub der
aufgelösten Fundamente Immer schneller
wurde, Hörten wir das
erste Mal von dir den Ruf nach jedem
einzelnen von uns. Selbst, wenn wir
alles aufgeboten hätten, Wusstest du, dass
unsre Kräfte Dich nicht mehr
erreichen würden. Wir, die wir nun
endlich unsre Wunden Pflegen konnten,
sahen auch die Wolke der Zerstörung Uns im Irrflug
suchen und erreichen. |
Fein und wie ein
liebevolles Pflaster Bauten sich die
neuen Sockel Staub für Staub
und körnerweise Wieder auf uns
auf. Unmerklich stieg
die Last, Weil etliche von
uns versagten, Höher auf als je
zuvor. An mir vorbei
griff eine Hand Von hinten über mich
hinweg, Und schnell
verschwand ein Körper In der
unsichtbaren Tür der oberen Segmente, Rief noch im
Verschwinden: "Ihr erkennt
mich doch, Für euch hatt ich schon einmal Alles
aufgebaut." |
Ein Lichtblitz
breitete in einem Kasten Seine Strahlen aus. Ein andrer
Kasten, Der an ihm
vorüberzog, Bemerkte, dass
das Licht ihn nicht wie alle Leute in dem
ersten Kasten Und zugleich
erreichte sondern, Dass es wie ein
Regenschauer langsam Über seine eigne
Mannschaft wehte. Ein Rechner sagte
auf Befragen, Dass hier zweimal
gleiche Zeit geschehe, Dass der erste
Kasten Alles wie der
andre sähe, Nur dass er der
Meinung sei, Er selbst bewege
sich an Nummer Zwei
vorbei. |
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In manchen
Augenblicken Warst du
ungeschickt. Die Würfel warfst
du nicht, wie wir es kannten, auf den Tisch, Du ließt sie außerhalb des Spieles fast wie aus Versehen Fallen. Es war dir immer
recht was galt, Ob eine Eins, ob
eine Sechs der Sieger war. Du sahst nur zu
mir hin und ich Sollt sagen, wie
es um dich stand. |
Die kleinen
Kinder Aus der
Nachbarschaft entdeckten schnell den Gummimotor deiner
weißen Flügel, Und du stiegst zu
ihrem Spaß, nun als das Taubentier, ein
kurzes Stückchen Himmelan. Ich sah dein
Fallen gleich danach. Du landetest, ein
Spielzeug, Und du brachst dir nicht die Arme. Doch das letzte
Schlagen deiner Flügel, Lange noch danach
im Rasen, Machte dich zum
Opfer Räuberischer
Kinder. Dein Zucken und
die weit gespreizten Federn trafen
mich zutiefst, und auch in meiner Hand lagst du
nicht anders. |
Du ließt dich fliegen und Du ließt dich stürzen und ich wusste nicht, Ob es dir gut
tat, dich ein wenig mehr vor Dir zu schützen
oder ob die Sorge Mir galt. Wirklich nur, um
Luft zu schöpfen, Wirklich nur,
weil mich der Zweifel Unaufhaltsam
quälte, hörte ich, wie sich der Gummimotor kurz
noch drehte und dann, Ohne, dass ich
ihn auch nur berührte, in dir Brach. Man wusste lange schon von doppelter Natur der Strahlen, Doch man hütete die Frage, ob ein Strahl zu
gleicher Zeit auch Welle und Materie war und Wie man das
beweise. |
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Vielleicht meinst
du, Ich sollte dich
erwarten. Vielleicht auch, dass
ich Dir ein wenig
schon entgegen komm. Vielleicht meinst
du, Ich könnt' in
deinem Garten dir die Pforte offen
halten. |
Vielleicht sollt
ich, statt Blumen als Empfang Zu geben, lieber
aus den bunten Laserstrahlen einen Bogen über unsrem
Haus gestalten. Du könntest
kommen, wann du wolltest, Nachts und Tags, Der Strahlenbogen
Würde, ohne zu
verdorren, dir Willkommen sagen. |
Die
Satellitenfallen konnten niemals Funktionieren. Allen
Raumstationen War gemeinsam und
bekannt die neue Weltraumgeogometrie. Hätten sie das
alte Wissen angewandt, und nicht die Krümmung ihres
Raumes einbezogen, wären sie dem Unsinn dieses
Vorhabens Nicht
aufgesessen. |
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Du sagtest mir,
du littest unter den Gedanken, die
sich dir durch Flucht Entzögen. Kaum in deiner
Hand, Bewegten sie sich
auch schon Außerhalb und
ließen dir nicht eine Zeit. |
Jetzt wolltest du
dich auf ihr Kommen Oder Gehen besser
vorbereiten. Leider wär es dir
bisher nicht möglich, In den kurzen
Augenblicken des Entstehens Zu erkennen, ob
sie kommen oder grade gehen Und du wolltest
meinen Rat. |
Wir wussten, dass
Materie in dem Nichts Entstand und dass
die Fluchtbewegung aller Sterne, auch
kompletter Galaxien, den Nachweis in der
Rotverschiebung Fand. |
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Ich sah, wie
außerhalb der Stadt ein Mensch
auf einer Wiese stand. In seiner Hand
hielt er ein übergroßes Pappplakat. Es war nicht weiß
und leer, wie sonst die Drohung Unbekannter
Demonstranten. Man sah von
Weitem schon ein märchenhaftes Augenpaar, in
dessen Stirn sich der Propeller eines
Flugzeugs Schob. Nichts mehr. |
Kein Wort und
auch kein Blut und kein Gesicht, Das mir das Bild
erklärte, war in deiner Nähe. Ich jedenfalls
erwartete, dass die Zerstückelung ins Auge fallen
wurde. So sehr ich mich
auch mühte, Bodenloses zu
entdecken, Ich fand nichts. Um mich her,
berieten und vermissten das Erschrecken. |
Es trug einst
eine Königin auf ihrer Stirn ein
Perlenband aus echten allerkleinsten Sonnen. Sie erklärte,
dass die allerkleinsten Sonnen Schon aus
kürzester Entfernung Jedermann zu
wahren Sternen Würden und gewann
dadurch den Abstand, den sie
brauchte, ohne Krieg zu Führen. |
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Wir hörten, dass
sie sich von deinem hohen Amt nicht
schrecken ließen, Hörten aus der
Zeitung, Wie sich deine
Frau beklagte, "Seht, nun
liegt er so da." |
Du fühltest deine
Zeit zerrinnen Und bestelltest
mich ans Krankenlager. Als ich kam und
an dein Bett trat, Lagst du schon so
da. Ich konnt' nicht klagen. |
Du brachtest mir
Willkommen, Weil ich dich
verlangte, und ein Schlachtvieh lag
nun so da. Es war auch
völlig unklar, ob sich der Verlust an Masse, den man
als Defekt erkannte, Übertragen ließ
auf alles. |
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Stell dir vor,
die Leere Wäre leer, und
auch die nächste Seite wäre Unbeschrieben. Stell' dir vor,
du flögst und müsstest doch erkennen, Dass du ohne
irgendwelche Flügel wärst Und wärst
zugleich ein Fisch im Meer, weit unter
dir. |
Ich, ein Gräber,
lebe in der Tageserde. Um den Lohn muss
ich schwer schürfen, Tagelöhner in dem
Tagebau. Zwei Dinge hasse
ich, Die Erde, die
mich ganz durchdringt, und Wasser, das mich
ausschwemmt und Zurücklässt in
der Leere. |
Die Anti-,
Gegenteilmaterie wurde häufig nicht bemerkt, Weil schon ein
Elektron genügte, Sie zu
materialisieren. |
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Stell' dir vor,
ein Diener, du, ein Diener, Müsstest wirklich
dienen. Wie ich hörte,
machen sich in früher Zukunft viele
Völker fremder Krabbentiere
breit. Nur, zu
überleben, dienen. |
Kalk der
Schalentiere schneidet deine Füße ein, Und unbekannte
Götter leben in Gehegen. Ekel wird zur
Salbe deiner Wunden. |
Stell' dir vor,
du sprichst von deiner Liebe, Sprichst das
erste Mal nicht nur von Dir, du sprichst
das erste Mal ganz Wirklich und
wahrhaftig Nichts. Millionenfach
durchdringt dich Weltraumstrahlung Und nimmt nicht
Notiz Von dir. |
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Gitter im Weg Ein Gitter steht im Weg, versperrt nicht Einfahrt Und nicht Straße. Es ist mir auch kein Hindernis. Nein, es steht nur mir im Weg. Du fragst, warum in meinem Weg ein Gitter steht. Ich weiß es nicht. |
Ich aber geh' und seh' von allen
Seiten Nach dem Gitter. Dann sprichst du mich von Neuem an. Im Drehn nach dir, Umschlingt mich fest die Drahthand Und lässt mich nicht frei Und hindert mich, nun eingeengt, zugleich Zu fallen. |
Es war so doch nicht sinnlos für das Gitter, Sagst du, hier zu stehn, Und ich begreife nicht, mich in Gefangenschaft zu sehn. Aus meiner Sicht Erkenne ich nun die Mechanik der Umschlingungsautomatik. Es gab, Wie ich schon früher einmal sagte, Schlösser, Die vom Elektronenstrahl zu öffnen waren Und dann Kettenreaktion Bewirkten. |
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Du weißt schon
heute, Morgen steht das
Gestern Vor der Tür und
klopft und will herein. Es wird zum
Spiegelkabinett Und lässt dich
überall zugleich Und nirgends
sein. |
Du weißt, Du holst dich ein
und kannst nicht hindern, dass dein Gestern dir zum
Morgen wird. Ein Herbststrauß
sollte umgekehrt, so sagt man, Aufgehängt,
getrocknet werden. So vergisst er
seine Herbstgedanken. Später magst du
ihn dir richten, Gleich zu welchem Anlass. |
Es ist bekannt,
dass uns von draußen nur Gesichter der
Vergangenheit betrachten; Denk nur an die
Sterne, an die Sonne, Und auch du
erreichst mich erst nach einer Nanozeit. Selbst ich vermag
es nicht, Mich
augenblicklich Zu erfassen. |
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Wir wohnten lange
vor der Tür Und lebten dort. Dich in dir zu
stören, Hätt' ich nie
gewagt. |
Ähnlich ging es Dir mit mir. Wir wohnten lange
vor der Tür, Bis uns ein
Eisbruch, trotz der Kälte, Überraschte und
uns in die Tiefe riss. |
Es war
gefährlich, Strahlenbündel Zu
durchschreiten, Tödlich aber, in
die unsichtbaren, Die wir selber
sandten, Zu geraten. |
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Es waren zwei: Die Welt die du
besaßt und meine, standen Wand an Wand. Du eiltest auch
vergeblich nach der Schale, Als das Blut aus
meiner durchgeschnitt'nen Ader rann. Das Messer, sahst
du, Hielt ich noch in
schlaffer Hand. |
Du wusstest
nicht, wie lang' ich auf die Tropfen hatte
schauen müssen. Die Strategie,
die ich betrieb, stand noch auf Kinderfüßen. Es war doch nicht
das Leben, Dass ich aufgab,
nur ein Teil davon. Ein
Pflasterstein, der lose saß, Begann sich ganz
zu lösen. |
Mein Leben rollte
unaufhaltsam, Nun
herausgeschält aus der Umwandung, Auf die steilen
Hügel zu. Es ging bergauf. Lange Zeit nahm
ich die Warnung Schwerer
instabiler Isotope vor Zerfall und ihrem Wandel in ganz
andere Metalle Überhaupt nicht
ernst. |
|
Noch während du
gelangweilt mit uns Frühstück aßt,
verließt du uns ganz unbemerkt. Erst an den
Schuhen, die noch wochenlang danach Das Haus ganz
ohne dich betraten und es Ohne dich
beließen, An der Leere
deines Raumes, An den Fragen,
die du ohne Wärme stelltest, Sahen wir dein Fehlen. |
Einmal standst du
dicht vor mir, Ich hätte dich
erkennen müssen, Fassen können,
als du fragtest: "Warst du
nicht schon gestern hier, Genau an gleicher
Stelle und davor Und all die
andren Tage?" Du sagtest auch: "Wenn meine
Schuhe Dir begegnen, Lass sie sein und
frag nicht nach dem Weg." Es war ja
abzusehen, wann sie Wohl zerschlissen
in der Ecke Bleiben müssten. |
Dir zu begegnen Brachte ich
tatsächlich jahrelang noch an derselben Stelle zu. Der Zwergstern,
der nach dem Verbrauch des
Wasserstoffs Und dem
Zusammenbruch Erschöpft
entstanden war, Begann mit
hunderttausendfacher Kraft Des Ursterns neu zu strahlen. |
|
Es drang ein
zeitenloses Wort von dir, Ein Zeiger deiner
Uhr, Aus meinem Mund. Ich bemerkte
schnell die falsche Zeit, Die nun entstand,
und konnte doch die Uhr Nicht finden. |
Mir war es
gleich. Mich störte
nicht, in falscher Zeit zu leben. Du aber warfst
das Uhrwerk mit der kleinen Elektronik in die
Straße Und mir vor die
Füße. |
Du verstandst
auch nicht, Dass jede Zeit
zur Richtigkeit mir wurde, Dass ich
ausgerechnet dir, dem Zeitenlosen, Seine Zeit
geraubt. Die Bewegung
eines Sternes wurde Stillstand, Weil sich nichts
mehr auf ihm regte und die Nähe andrer
Himmelskörper zum Vergleichen Fehlte. |
|
Die Jagd ist
lange nicht beendet. Ich weiß auch
nicht, wie ich mich Fassen soll. Deine Hand, ein Zierat, den du mir zur Freude hegst, Kann nicht viel
helfen, Auch von ihrer
Pflege deines Schoßes, Meinen Kopf zu
bergen, weiß ich. |
Das wilde Tier
trifft mich zu oft in Flucht Und lauert mir in
Durst dann wieder auf. Wenn ich nur
Tränke hätte. Zu andren sagst
du dann: "Das Blech,
auf dem er lebt, ist viel zu heiß, Und seine Sohlen
stehen hell in Flammen." Früher jagte ich
auf freiem Feld So lange bis ich
einbrach. |
Deine Zuversicht,
die du vom Fallenrand in
eine Grube sendest, Wird mir nicht
zur Speise. Ich frage mich
schon lange, Woher nimmt das
räuberische Wesen seine Nahrung. Wir wissen, die
Geschwindigkeit der Elektronen Auf der Bahn,
bedingt die Rücksichtnahme Ihrer Masse. |