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Harald Birgfeld, Webseite seit 1987/ Website since 1987

 

Aufruf

 

zu Olympia – olympische Spiele!

 

 

 

Neu, 2020:  Über Poesie der Heilung und Glück. Ein Essay über 16 S.

 

Neu, 2020: Sasel, Geschichte eines Außenlagers, Vers-Epos, 2020. Außenlager KZ Sasel, 140 S.

 

Neu, 2020: David und Batseba. Eine Novelle, 30 S. 

 

Neuauflagen, 2020:Kleine Fibel Arbeitsschutz“ an: Hochschulen“, Kindergärtenund Schulen(3 Bände).

 

 

 

 

 

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Copyright, Urheberrecht 2020 beim Autor, Herausgeber, Redakteur: Harald Birgfeld,

e-mail: Harald.Birgfeld@t-online.de

 

 

"Es lohnt sich, einmal einen heutigen Dichter kennen zu lernen, der mit der deutschen Sprache einen faszinierend fremden Weg betritt und trotzdem dem Leser Freiraum lässt für eigene Gedankengänge, ohne dass die Probleme in erhobener Zeigefingermanier zu zeitkritischen Trampelpfaden werden." (1986: Gutachten)

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Alle Uhren

Das Buch

Das Leben einer Schranke

Der Hausmeister

Die Welt

Glück

Liebe auf den ersten Blick

Mädchen bleibt Mädchen

Mein Schatten

Nikolaus

Rollstuhl

Sein letzter Flug

Syrien

Titanic

Zeit

 

 

Der Staatspräsident

Soldat

 

 

 

 

 

 

Rollstuhl

 

Zu verschenken: Rollstuhl.

Er kam zu spät!

Der Patient kann wieder laufen.

 

 

Syrien

 

Kalaschnikow in Syrien.

Ein Meisterwerk deutschsprachiger Liebesliteratur.

 

 

Mein Schatten

 

Heute Morgen lag mein Schatten vor der Tür und beklagte sich,

ich hätte nicht einmal nach ihm gesucht.

 

 

Sein letzter Flug

 

Es war ein großzügiges Abschiedsgeschenk, es sollte sein letzter Flug werden,

und er wurde es auch.

 

 

Der Hausmeister

 

Endlich wurden das Haus und seine Wohnung umgebaut und saniert.

Jetzt ist er Wohnungssuchender.

 

 

Nikolaus

 

Unsere Kinder lieben den Nikolaus. Wir schenken ihnen deshalb ein klitzekleines Häuschen aus Holz.

Darin wohnt der Nikolaus und schaut zum Fenster heraus.

Damit ihm nichts geschieht, sind alle Fenster und Türen von außen vergittert.

 

 

Zeit

 

Es war die Frage nach der Zeit, nach irgendeiner Zeit, der Gegenwart, der Zukunft, der Vergangenheit,

und alle waren sich darin einig, ich besitze nur, was ich zerstören kann.

 

 

Glück

 

Er war kein Philosoph und trotzdem brannten ihm zwei Fragen unter den Fingernägeln: „Was wäre wenn…“ und: „Was ist das, Glück“?

Die letztere war die interessantere.

Er vertraute, wie lange Zeit zuvor die Heilige Annabell aus dem 13. Jahrhundert, ganz auf Gott und, wenn das nicht reichte, weiter auf sie: „Du wirst ihm irgendwann begegnen“.

Auf seiner Suche nach dem Glück fand er es auf einer Tombola mit dem Gewinn einer Flugreise in den Süden.

Leider stand er nicht auf der Passagierliste und durfte nicht mitfliegen.

Das war sein Glück und war auch Antwort auf die erste Frage.

 

 

Titanic

 

Der langgediente Kapitän zur See wurde zum Handeln gedrängt. Seine Entscheidung duldete keinen Aufschub. Er beschloss daher zu verkünden, dass er unmittelbar mit dem Erkennen der Gefahren für Mannschaft und Schiff, die Maßnahmen zu deren Abwehr in sein Logbuch eintragen würde. Das wurde nach 110 Jahren aus ca. 4.245 m Tiefe geborgen.

Es war ein stolzer Untergang.

 

 

Mädchen bleibt Mädchen

 

Das kleine Mädchen, zwischen sieben und acht Jahren, sollte an einem schönen, warmen Sommertag, Kirschen vom Stand in der Straße kaufen. Es tat dies gerne und ging stolz mit der kleinen Schale zurück, sah sich aber nach allen Seiten um, dass es nicht beobachtet würde. Dann nahm es zwei der herrlich dunkelroten Kirschen aus dem Schälchen, es waren Zwillingskirschen, die an gemeinsamen Stängeln wuchsen und hängte sie mit der linken Hand über sein linkes Ohr.

 

 

Das Leben einer Schranke

 

Das Leben einer Schranke ist beziehungslos

nach beiden Seiten.

 

 

Das Buch

 

Das Buch, aus dem ich meine Freiheit nahm, schlug ich gelassen zu, so frei war ich

und hatte nicht und nie ein Wort daraus gelesen.

 

 

Alle Uhren

 

Alle Uhren gehen gleich und

zeigen jedem eine andre Zeit.

 

 

Die Welt

 

Die Welt, in der wir wohnten, war unendlich weit entfernt

von unsrer Welt.

 

 

Der Staatspräsident

 

Der Staatspräsident rechtfertigt seine Entscheidung: Ein Minister, der zu Lebzeiten stirbt, bekommt immer ein Staatsbegräbnis.

 

 

Soldat

 

Soldat, treten Sie den Rückzug an, das ist ein Befehl. Das kann ich nicht, weil ich schon den Befehl zum Angriff habe. Wer gab Ihnen den? Den habe ich mir selbst gegeben.

 

 

Liebe auf den ersten Blick

 

Liebe auf den ersten Blick, das sagten andre über ihn, doch mehr verriet sein Schweigen.

Allzu gerne hätte er ihr alles anvertraut, ihr seine Liebe eingestanden. Doch sie trug Kopftuch.