Societ lyrics
/ deutsch - englisch, was ist das?
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(1. Brief) Alles ging sehr schnell. In einem nahen, fernen Ausland, wo
ein Menschenleben rasch verblühte, Nahm man mich gefangen. Einer Schuld war ich mir nicht
bewusst, Ich wurde nicht befragt, Und ich gestand. Man fällte noch in meiner
Gegenwart das Urteil: Tod durch Erhängen, Und dann, als ein Kader Zweifel
hatte, Wegen einer Sprachverwirrung: Lebenslängliche Verbannung. |
Meinen Namen hatte man mir
aberkannt Und schickte mich auf eine Dieser kleinen Inseln tief im
Süden, ohne Anschluss an die Welt. Ich durfte unter wenig Menschen
leben. Man versicherte, mit keinem über
meine Schuld zu reden. Einmal jährlich darf ich einen
Text Verfassen, der erscheint, wie
dieser, Irgendwo und ohne meinen Namen. |
Jetzt, mit dieser kleinen
Freiheit, Wende ich mich an die Präfektur, An jede Obrigkeit, Und frage nach: Warum, weshalb, aus welchem Grund Hat man mir Solches angetan. Es geht mir wirklich gut auf
meiner Insel Und ich klage nicht Und spreche schon mit einer Frau, Die mich versorgt, Und sicher bin ich schuldig, Aber ich erfahre nichts Und bitte die, die über mich
Gericht gehalten haben, Zu verzeihen: „Geben Sie mir meinen Namen Wieder.“ |
Harald Birgfeld, aus: Namenlos von meiner Insel
Copyright 2011 beim Autor, Harald Birgfeld.