Folienbilder, Entstehung
Veröffentlichung
Autor
und Erfinder: Harald Birgfeld
(Publication in English)
Die ersten von mir erdachten Folienbilder
waren Illustrationen zu meinen Gedichten. Sie entwickelten sich dann schnell zu
selbständigen Arbeiten mit eigenem Anspruch auf Räumlichkeit und Bewegung. Mit
den Folienbildern, die Schritte
ins Figürliche und ins Nichtgegenständliche zeigen, füge ich der Räumlichkeit,
durch Dopplungen und Vervielfachungen, die Bewegung hinzu. Bewegung beinhaltet
die Zeit.
Für die Erstellung eines Folienbildes
werden benötigt:
zeichnerischer
Entwurf in besonderer Weise aus Figuren, Ornamenten, Phantasiegestalten usw.,
einseitig metallbedampfte,
lichtechte Folien in verschiedenen Farben, etwa 16 µ,
Fotokarton oder
festes Papier,
flüssiger,
lösungsmittelfreier Vielzweckkleber,
Pinsel und
Digitalkamera.
Der
Entwurf:
Das Zeichnen eines Motives auf Papier, z.B.
einer Ballettfigur muss in der Weise erfolgen, dass die Zeichnung eindeutig
erkennen lässt, welche Teile später mit dem Cutter herausgeschnitten werden
sollen. Die Bestandteile der Figur erhalten deshalb eine Einfärbung mit
Bleistift. Alle eingefärbten Teile müssen miteinander in Verbindung stehen.
Keines der eingefärbten Teile darf lose, also ohne Verbindung zu einem anderen
Teil, vorhanden sein.
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Der Entwurf, Bleistift auf Papier mit
eingefärbten Flächen. |
Zwei herausgeschnittene Folienfiguren,
zur besseren Sichtbarmachung abgelegt auf schwarzem Papier. |
Die
Folien:
Die Folien sind Restmengen, die ich von
einer Firma erworben habe. Diese Folien sind max. 16 µ (16/1000 mm) dick und werden
z.B. zur maschinellen Farbprägung von Schachteln, Etiketten, Labels für Dosen,
usw. verwendet. Bei einem solchen Prägevorgang werden Folienrollen verwendet,
die bis zu 1,9 m breit sind und in vielen Farben, insbesondere in lichtechten Farben (das ist hier sehr wichtig), Anwendung
finden. Die Reste der Rollen haben oft noch bis zu 150 m Folielänge.
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Richtige und spiegelverkehrte
herausgeschnittene und verklebte Figuren/Ornament auf Fotokarton. (Illustration zu „Wenn wir uns nicht“ aus: Die Zeit der Gummibärchen ist
vorbei) |
Das Material: Folien mit den Farben noch
oben und nach unten. Zur Ansicht gefächert. |
Die
Folienfiguren:
Der Entwurf wird auf einen Stapel von bis
zu 30 Stück einseitig metallbedampften, lichtechten Folien, gelegt. Diese
liegen mit der Farbe abwechselnd nach oben und nach unten. Unter den ganzen
Stapel wird eine Papierschicht als Schutz gelegt. Alles wird rundherum mit
einem Schnellhefter zusammengefügt, um jedes Verrutschen von Folien und Entwurf
mit Sicherheit zu verhindern. Der Entwurf wird nun zusammen mit den Folien
freigeschnitten. Dafür beginnt man am besten immer in der Mitte.
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Entwurf, rundherum mit Schnellhefter
fixiert. s. Bildergalerie: Cellospielerin I -III |
Entwurf, vergrößerter Ausschnitt mit, zur
besseren Ansicht, gefächerten Folien. |
Die
Folienbilder:
Meine Folienbilder selbst bestehen aus Fotokarton,
beklebt mit den einseitig metallbedampften, lichtechten herausgeschnittenen
Folien. Zum Aufkleben werden z.B. die spiegelbildlichen Figuren mit der Farbe
nach oben gedreht.
Die Folien erlauben eine Vielzahl von
Möglichkeiten des Zusammenfügens. Dies kann im Entstehen mit einer
Digitalkamera festgehalten werden. Auf einem weiteren Fotokarton werden die
Positionen der Folien mit Zeichen positioniert. Danach erfolgt das Verkleben
Zentimeter für Zentimeter und Schicht für Schicht mit einem Pinsel und dem
flüssigen Kleber.
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Durch dichtes Verschieben von Folienfiguren
gegeneinander und fast völliges Überkleben mehrerer Folien übereinander können
Effekte erzielt werden, die Räumlichkeit und Bewegung vermuten lassen.
Ausschnitt aus Bildergalerie: Folien: „Mädchen unter Birken I bis IV“
Die Aufhängung der Folienbilder muss immer
unter Glas bzw. Kunstglas erfolgen.
Copyright/Urheberrecht
2010 beim Autor, Harald Birgfeld.
Herausgeber, Autor, Redakteur: Harald Birgfeld. Über e-mail: Harald.Birgfeld@t-online.de
Bilderbeispiele und Entwurfszeichnungen s.
auch:
und
Heitersheim,
den 3.8.2010
ISBN
978-3-937264-71-4