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Folienbilder, Entstehung

 

Veröffentlichung

Autor und Erfinder: Harald Birgfeld

(Publication in English)

s. auch: Vier Veröffentlichungen

ISBN 978-3-937264-71-4


Die ersten von mir erdachten Folienbilder waren Illustrationen zu meinen Gedichten. Sie entwickelten sich dann schnell zu selbständigen Arbeiten mit eigenem Anspruch auf Räumlichkeit und Bewegung. Mit den Folienbildern, die Schritte ins Figürliche und ins Nichtgegenständliche zeigen, füge ich der Räumlichkeit, durch Dopplungen und Vervielfachungen, die Bewegung hinzu. Bewegung beinhaltet die Zeit. 


Für die Erstellung eines Folienbildes werden benötigt:

                                     *      zeichnerischer Entwurf in besonderer Weise aus Figuren, Ornamenten, Phantasiegestalten usw.,

                                     *      einseitig metallbedampfte, lichtechte Folien in verschiedenen Farben, etwa 16 µ,

                                     *      Fotokarton oder festes Papier,

                                     *      flüssiger, lösungsmittelfreier Vielzweckkleber,

                                     *      Pinsel und

                                     *      Digitalkamera.


Der Entwurf:

Das Zeichnen eines Motives auf Papier, z.B. einer Ballettfigur muss in der Weise erfolgen, dass die Zeichnung eindeutig erkennen lässt, welche Teile später mit dem Cutter herausgeschnitten werden sollen. Die Bestandteile der Figur erhalten deshalb eine Einfärbung mit Bleistift. Alle eingefärbten Teile müssen miteinander in Verbindung stehen. Keines der eingefärbten Teile darf lose, also ohne Verbindung zu einem anderen Teil, vorhanden sein.


 

 

Folien Entwurf XII.jpg

Der Entwurf, Bleistift auf Papier mit eingefärbten Flächen.

 

 

Folien Entwurf XIII.jpg

 

Zwei herausgeschnittene Folienfiguren, zur besseren Sichtbarmachung abgelegt auf schwarzem Papier.

 

 


Die Folien:

Die Folien sind Restmengen, die ich von einer Firma erworben habe. Diese Folien sind max. 16 µ (16/1000 mm) dick und werden z.B. zur maschinellen Farbprägung von Schachteln, Etiketten, Labels für Dosen, usw. verwendet. Bei einem solchen Prägevorgang werden Folienrollen verwendet, die bis zu 1,9 m breit sind und in vielen Farben, insbesondere in lichtechten  Farben (das ist hier sehr wichtig), Anwendung finden. Die Reste der Rollen haben oft noch bis zu 150 m Folielänge.


 

 

Weg0057.JPG

Richtige und spiegelverkehrte herausgeschnittene und verklebte Figuren/Ornament auf Fotokarton.

(Illustration zu „Wenn wir uns nicht“ aus: Die Zeit der Gummibärchen ist vorbei)

 

 

Entwürfe Ballett IX.jpg

Das Material: Folien mit den Farben noch oben und nach unten. Zur Ansicht gefächert.

 

 


Die Folienfiguren:

Der Entwurf wird auf einen Stapel von bis zu 30 Stück einseitig metallbedampften, lichtechten Folien, gelegt. Diese liegen mit der Farbe abwechselnd nach oben und nach unten. Unter den ganzen Stapel wird eine Papierschicht als Schutz gelegt. Alles wird rundherum mit einem Schnellhefter zusammengefügt, um jedes Verrutschen von Folien und Entwurf mit Sicherheit zu verhindern. Der Entwurf wird nun zusammen mit den Folien freigeschnitten. Dafür beginnt man am besten immer in der Mitte.


 

 

Entwürfe Ballett VIII

Entwurf, rundherum mit Schnellhefter fixiert.

s. Bildergalerie: Cellospielerin I -III

 

 

Entwürfe Ballett VIII

Entwurf, vergrößerter Ausschnitt mit, zur besseren Ansicht, gefächerten Folien.

 

 


 

Die Folienbilder:

Meine Folienbilder selbst bestehen aus Fotokarton, beklebt mit den einseitig metallbedampften, lichtechten herausgeschnittenen Folien. Zum Aufkleben werden z.B. die spiegelbildlichen Figuren mit der Farbe nach oben gedreht.

Die Folien erlauben eine Vielzahl von Möglichkeiten des Zusammenfügens. Dies kann im Entstehen mit einer Digitalkamera festgehalten werden. Auf einem weiteren Fotokarton werden die Positionen der Folien mit Zeichen positioniert. Danach erfolgt das Verkleben Zentimeter für Zentimeter und Schicht für Schicht mit einem Pinsel und dem flüssigen Kleber.

 

 

Mädchen unter Birken III.JPG

 

 

 

 

 

Mädchen unter Birken I 120 x 85 cm.jpg

 

Durch dichtes Verschieben von Folienfiguren gegeneinander und fast völliges Überkleben mehrerer Folien übereinander können Effekte erzielt werden, die Räumlichkeit und Bewegung vermuten lassen.

Ausschnitt aus Bildergalerie: Folien: „Mädchen unter Birken I bis IV“

 

Die Aufhängung der Folienbilder muss immer unter Glas bzw. Kunstglas erfolgen.


Copyright/Urheberrecht 2010 beim Autor, Harald Birgfeld.

Herausgeber, Autor, Redakteur: Harald Birgfeld. Über e-mail: Harald.Birgfeld@t-online.de


 

Bilderbeispiele und Entwurfszeichnungen s. auch:

Masken aus Venedig,

Mädchen unter Birken,

Hamburger Ballett

und

Cellospielerin.

 

Heitersheim, den 3.8.2010

ISBN 978-3-937264-71-4